Kultur und Geschichte

Die Kaffeepflanze „Coffea Arabica“ wurde erstmals in Äthiopien entdeckt und im 12. Jahrhundert im heutigen Jemen kultiviert. In den folgenden Jahrhunderten bahnten sich die Kaffeekirschen ihren Weg bis nach Europa. Im Kongo fand man im 18. Jahrhundert die „Coffea Canephora“, besser bekannt unter dem Namen „Robusta“. Diese zwei Hauptpflanzenarten beherrschen heute den weltweiten Kaffeemarkt.

Arabica gilt als die „Feinere“ der beiden Kaffeepflanzenarten. Sie ist deutlich empfindlicher gegenüber Hitze, Kälte und Feuchtigkeit und gedeiht deshalb in höheren Bergregionen rund um den Äquator am besten. Durch das besonders milde und angenehme Klima wächst die Coffea Arabica langsamer und bringt so ihren Geschmack und das Aroma besser zur Entfaltung.  Die Robusta-Pflanze ist, wie ihr Name schon sagt, etwas genügsamer und robuster und wächst vornehmlich in tieferen Regionen, knapp unter 800 Metern. Trotzdem gibt es heute hervorragende Robusta-Züchtungen, die den Vergleich mit Arabicas nicht zu scheuen brauchen. Im Übrigen sorgt der Robusta-Anteil in vielen Espresso Mischungen für die so geliebte Crema.

 

Im Jahr 1901 konstruierte der Mailänder Ingenieur Luigi Bezzera die erste Siebträger-Maschine, welche die Firma La Pavoni ab 1905 erfolgreich produzierte. Am notwendigen Druck tüftelten in den folgenden Jahrzehnten so klangvolle Namen wie Francesco Illy und Achille Gaggia. Letzterem gelang 1948 durch einige technische Verbesserungen der Durchbruch zu einem völlig neuartigen Getränk. Sehr konzentriert und aromatisch und mit einer öligen Schicht überzogen – der Crema.  Der Espresso war geboren!